Einbeck (red). Das Haus des Jugendrotkreuzes in Einbeck hat am 2. April hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft empfangen. Mit Dr. Andreas Philippi, Frauke Heiligenstadt, René Kopka, Dr. Sabine Michalik, Detlef Martin, Dirk Heitmüller sowie Nils Lüking vom Landesjugendring fand auf Einladung von Hans-Martin Grigoleit, Leiter des Hauses, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Gruppenhäusern ein Austausch zur aktuellen Lage von Jugend- und Gruppenhäusern in Niedersachsen statt.
Austausch zur aktuellen Situation
Der Besuch unterstreicht die zunehmende politische Aufmerksamkeit für die Situation von Jugendbildungsstätten. Hans-Martin Grigoleit führte die Delegation durch die Einrichtung, stellte deren Geschichte vor und gab Einblicke in die Bildungsarbeit vor Ort. Im anschließenden Gespräch sprach er die praktischen Herausforderungen der Einrichtungen an.
Ergänzend ordnete Nils Lüking vom Landesjugendring die landesweite Perspektive ein und machte deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um strukturelle Herausforderungen für die Jugendarbeit in Niedersachsen handelt.
Herausforderungen für die Zukunft
Ein zentrales Thema war die Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen. Steigende Anforderungen an energetische Sanierung, Modernisierung und gesetzliche Vorgaben treffen vielerorts auf fehlende Investitionsmittel. Ohne gezielte Unterstützung könnten Einrichtungen zunehmend wirtschaftlich unter Druck geraten und langfristig schließen müssen.
Dies hätte Auswirkungen auf die Bildungslandschaft, da Jugendbildungsstätten wichtige Orte der Demokratiebildung, sozialen Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung sind, insbesondere im ländlichen Raum.
Forderungen und Ausblick
„Die Gespräche haben deutlich gemacht, dass die Herausforderungen erkannt sind und die Bereitschaft besteht, Lösungen zu entwickeln“, erklärte Hans-Martin Grigoleit. „Jetzt kommt es darauf an, diese Signale in konkrete politische Maßnahmen zu übersetzen.“
Positiv bewertet wurde, dass Vertreterinnen und Vertreter aus kommunaler, Landes- und Bundespolitik Interesse signalisiert haben, die Anliegen der Einrichtungen zu unterstützen. Diese Rückmeldungen könnten eine Grundlage für weitere Schritte bilden.
Foto: JRK