Northeim (red). Rund 12.000 Tonnen Bioabfall werden jährlich auf den Deponien des Landkreises Northeim angeliefert. Der überwiegende Teil stammt aus den Biotonnen der Haushalte. Dennoch landen weiterhin zahlreiche organische Abfälle im Restmüll. Die Kreisabfallwirtschaft weist darauf hin, dass etwa Kartoffel- und Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle oder Kaffeefilter grundsätzlich in die Biotonne gehören.
Vorteile der getrennten Sammlung
Die getrennte Entsorgung von Bioabfällen bietet mehrere Vorteile. In einem Kompostwerk werden die organischen Abfälle zu hochwertigem Humus verarbeitet. Dieser wird in der Landwirtschaft sowie im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt und kann dort teilweise künstliche Düngemittel ersetzen.
Auch finanziell lohnt sich die Nutzung der Biotonne: Die Verarbeitung von Bioabfällen verursacht derzeit nur etwa ein Drittel der Kosten der Restabfallentsorgung. Entsprechend unterscheiden sich die Gebühren deutlich. Eine Biotonne mit einem Fassungsvermögen von 80 Litern kostet aktuell 63,20 Euro pro Jahr, während für eine Restmülltonne gleicher Größe 221,60 Euro anfallen.
Küchenabfälle ganzjährig entsorgen
Viele Haushalte nutzen eine Saisonbiotonne von April bis Oktober oder November und entsorgen darüber vor allem Gartenabfälle wie Baum- und Strauchschnitt oder Rasenschnitt. Die Kreisabfallwirtschaft weist jedoch darauf hin, dass Küchenabfälle das ganze Jahr über anfallen und ebenfalls in die Biotonne gehören. Saisonbiotonnen sind daher nur als Ergänzung zur Eigenkompostierung oder in Kombination mit einer ganzjährig genutzten Biotonne sinnvoll.
In die Biotonne gehören unter anderem Gartenabfälle wie Grünabfälle, Laub oder Unkraut sowie Nahrungs- und Küchenabfälle. Dazu zählen beispielsweise Speisereste – ausgenommen rohes Fleisch und roher Fisch –, verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung, Eierschalen, Kartoffelschalen sowie Obst- und Gemüseabfälle. Auch Kaffee- und Teefilter sowie Teebeutel dürfen über die Biotonne entsorgt werden.
Eine Broschüre zum Thema Kompostierung ist bei allen Städten und Gemeinden erhältlich und steht zudem auf der Internetseite des Landkreises Northeim zum Download bereit. Für weitere Informationen bietet die Kreisabfallwirtschaft auch eine persönliche Beratung an.