Sohlingen (red). Ein aus einem Lastkraftwagen auslaufender Stoff hat am Montag, 19. Januar 2026, einen umfangreichen Feuerwehreinsatz in Sohlingen ausgelöst. Die Feuerwehr wurde um 10.42 Uhr in die „Uslarer Straße“ alarmiert.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem großen Behältnis im Europaletten-Maß, einem sogenannten IBC-Behälter, Flüssigkeit ausgetreten war. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesichert, die Bundesstraße 241 während der Maßnahmen vollständig gesperrt.
Flüssigkeit zunächst unbekannt
Um eine Ausbreitung zu verhindern, deckten die Einsatzkräfte Regeneinläufe ab. Die ausgelaufene Flüssigkeit wurde mit Bindemitteln aufgenommen. Da zunächst von einem anderen, möglicherweise gefährlicheren Stoff ausgegangen wurde, veranlasste der Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit eine Warnung der Bevölkerung im direkten Umfeld der Einsatzstelle.
Warnung nach Stoffidentifikation aufgehoben
Im weiteren Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass es sich bei der ausgelaufenen Substanz um Dexpanthenol handelte. Dieser Stoff wird unter anderem als Zusatz in Cremes verwendet und gilt als gesundheitlich unbedenklich. Die zuvor ausgelöste Bevölkerungswarnung, die unter anderem über das Modulare Warnsystem des Bundes und die Warnapp NINA verbreitet worden war, konnte daraufhin wieder aufgehoben werden.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Sohlingen und Uslar, ein Fachberater der Kreisfeuerwehrbereitschaft 4 (Umweltfeuerwehr), der Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Abschnittsbrandmeister West. Unterstützt wurden sie von der DRK-Schnelleinsatzgruppe, der Polizei, der Straßenmeisterei und dem Bauhof Uslar.
Verletzte gab es nach Angaben der Einsatzleitung nicht. Der Einsatz konnte gegen 13.45 Uhr beendet werden.

Fotos: Christopher Sakel/Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit Landkreises Northeim