Einbeck (red). Müll, Vandalismus und Glasscherben, sogar herumliegende Einmalspritzen zum Dogenkonsum finden sich vermehrt auf den Schulhöfen der Einbecker Grundschulen. Die Missstände haben in den letzten Jahren signifikant zugenommen. Dieses Problem möchte die Bürgerliste Gemeinsam für Einbeck (BlGfE) gemeinsam mit der Stadt als Träger der Grundschulen angehen.

„Schulen müssen ein geschützter Bereich für unsere Kinder sein. Leider sind wir davon scheinbar weit entfernt“, so Dirk Strohmeyer, Vorsitzender der BlGfE. Bereits seit Jahren versucht der Schulelternrat der Grundschule am Teichenweg, eine Lösung für die zunehmenden Gefahrenstellen auf dem Schulhof zu finden. Auch andere Grundschule beklagen mutwilligen Zerstörungen und hinterlassenen Unrat außerhalb der Schulzeiten. Bislang wurden immer Argumente gefunden, warum die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht funktionieren. Aus diesem Grund hat sich die BlGfE an den Rat der Stadt Einbeck mit einem Antrag gewandt, zunächst die tatsächliche Lage an den einzelnen Schulen festzustellen und dann in Zusammenarbeit mit der Stadt individuelle Lösungen zu finden. "Gemeinsam für alle Grundschulen auf dem Gebiet der Stadt Einbeck den richtigen Weg zu finden, das sollte unser Ziel sein", so Petra Bohnsack.

Für Frank-Dieter Pfefferkorn ist es wichtig, dass hier keine pauschale Abschottung der Schulen beschlossen wird, da die Schulgebäude oft auch dem attraktiven Vereinsleben in der Region Einbeck und damit allen Bürgern dienen. „Einbeck muss eine weltoffene und bürgerfreundliche Stadt bleiben, dabei aber auch sicher für unsere Kinder“.

In diesem Sinne hofft die Ratsfraktion auf ein schnelles Aufgreifen des Themas durch die Verwaltung und auf eine geschlossene Haltung des Stadtrates, um die erkannten Defizite schnellstmöglich zu beseitigen.

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